Hirschhornsalz zur Stickstoffdüngung von Aquarienpflanzen

Hirschhornsalz ist ein Gemisch mit Ammoniumhydrogencarbonat und Ammoniumcarbonat als Hauptbestandteilen sowie Ammoniumcarbamat als Nebenbestandteil. Es wird unter anderem als klassisches Backtriebmittel zur Herstellung von Lebkuchen verwendet. Hirschhornsalz stellt sich in Form weißen Pulvers oder weißer Kristalle dar, die charakteristisch schwach nach Ammoniak riechen. Im Süßwasseraquarium kann es zur Stickstoffdüngung der Wasserpflanzen benutzt werden.
Ammonium und Ammoniak liegen in einem vom pH-Wert abhängigen Dissoziationsverhältnis vor. Je höher der pH-Wert, desto mehr Gesamt-Ammonia liegt in Form von giftigem Ammoniak vor. Im sauren Bereich unter pH 7 dominiert das ungefährliche Ammonium. Abhängig vom pH-Wert darf bei der Dügung eine Ammonium-Konzentration von 0,1 mg/l nicht überschritten werden. In Aquarien mit alkalischen pH-Wert ist die die Stickstoffversorgung der Pflanzen mit Ammonium-Verbindungen nicht zu empfehlen.

Belegstellen, weiterführende Literatur und externe Links

  1. Eisenbrand, G. & Schreier, P. (2006): RÖMPP Lexikon Lebensmittelchemie. Georg Thieme-Verlag, Stuttgart, New York. 2. Auflage. ISBN: 978-3-13-736602-7
  2. Sicherheitsdatenblatt Ammoniumcarbonat

externe Verweise auf Diskussionsfäden in Foren und Newsgroups: