biologische Klassifizierung: Nomenklatur, Taxonomie und Systematik

Warum haben Lebewesen lateinische und griechische Bezeichnungen? Warum sind es (fast) immer zwei Namensteile für eine Art? Was bedeuten der Name und die Jahreszahl dahinter? Welche Bedeutung haben die lateinischen und griechischen Wortstämme in den wissenschaftlichen Artbezeichnungen? Was ist eine Unterart, eine Art, was eine Gattung, eine Familie? Welchen Nutzen haben diese biologischen Disziplinen für die Aquaristik?
Auch wenn es auf den ersten Blick befremdlich und unverständlich erscheinen mag, haben diese Werkzeuge und Disziplinen der Biologie auch in der Aquaristik eine gewisse Bedeutung. Das gilt besonders für Aquarianer, die sich auf bestimmte Fischgruppen spezialsiert haben. Die Bedürfnisse aquaristisch unbekannter Arten können durch Einordnung in ihre Verwandschaftsbeziehung zu bekannten Arten besser eingeschätzt werden. Denn die wissenschaftliche Artbezeichnung hilft ungemein bei der Suche nach Informationen für die Pflege – auch in fremdsprachlichen Quellen. In Verknüpfung mit der Paläontologie und Evolutionsbiologie lässt sich die wunderbare Vielfalt des Lebens auf der Erde und dessen bisher drei bis vier Milliarden Jahre dauernde Entwicklungsgeschichte erkennen. Im Anschluss eine stichpunktartige Zusammenfassung zur Erläuterung der drei Begriffe.

  • Systematik (Kladistik): stellt durch Bestimmung und Einordnung (Klassifizierung) die natürlichen verwandschaftlichen Beziehungen von Organismen untereinander dar
  • Taxonomie: die formalen Regeln zur Klassifikation von Organismen
  • (binominale) Nomenklatur: die formalen und sprachlichen Regeln zur Benennung von Organismen (Taxa)

Belegstellen, weiterführende Literatur und externe Links

weiterführende Literatur:

  • Gärtner, H. (2009): Handbuch Biologie: Grundwissen und Gesetze. Compact Verlag, München. ISBN 978-3-8174-7890-3
  • HickmanC. P., Roberts, L. S., LarsonA. & Eisenhour, D. J. (2008): Zoologie. Pearson Education Deutschland GmbH, München. ISBN 978-3-8273-6275-9
  • Storch, V., Welsch, U. & Wink, M. (2008): Evolutionsbiologie. 2. Auflage, Springer Verlag, Berlin, Heidelberg, New York. ISBN 978-3-540-36072-8
  • Knoop, V. & Müller, K. (2009): Gene und Stammbaum: Ein Handbuch Zur Molekularen Phylogenetik. 2. Auflage, Spektrum Akademischer Verlag GmbH, Heidelberg. ISBN 978-3-8274-1983-5