Hydrophyten – eigentliche oder „echte“ Wasserpflanzen

Der Begriff Hydrophyten umfasst alle ständig im Wasser lebenden (obligaten) Wasserpflanzen. Echte Wasserpflanzen zeichnen sich also dadurch aus, dass sie weder außerhalb des Wassers (emers) noch teilweise aus dem Wasser herausragend (emergent) wachsen können. Bei den Hydrophyten gibt es unterschiedliche Wuchsformen, in die sich die einzelnen Arten danach gruppieren lassen, ob sie entweder:

  • im Sediment wurzelnd (Rhizophyten)
    • gänzlich untergetaucht (z.B. Wasserpest Egeria spp.)
    • oder untergetaucht mit Schwimmblättern an der Wasseroberfläche (z.B. Seerosen Nymphaea spp.)
  • beziehungsweise frei treibend (Pleustophyten)
    • auf der Wasseroberfläche (Arcopleustophyten, z.B. Wasserlinsen Lemna spp.)
    • respektive untergetaucht im Wasserkörper (submerse Pleustophyten, z.B. Wasserschläuche Utricularia spp.)

leben.
Der Begriff Hydrophyten wird allerdings auch synonym seiner deutschen Übersetzung Wasserpflanzen als weitfassender Sammelbegriff verwendet, der alle (Gefäß)Pflanzen umfasst, die mehr oder minder an ein Leben im und am Wasser angepasst sind (vergl. Wikipedia-Eintrag Wasserpflanze). Bei dieser Begriffsdefinition werden auch die Sumpfpflanzen (Helophyten) und die amphibisch lebenden Amphiphyten zu den Wasserpflanzen gezählt. Nach dieser Lesart sind die Begriffe Hydrophyten, Wasserpflanzen und Makrophyten synonym.

Belegstellen, weiterführende Literatur und externe Links

  1. Pott, R. & Remy, D. (2000): Gewässer des Binnenlandes. Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart. ISBN 3800131579.
    • S. 81-85
  2. Oetken, M. (2012): Vorlesung Gewässerökologie
  3. Landesumweltamt Nordrhein-Westfalen: Klassifikation und Bewertung der Makrophytenvegetation der großen Seen in Nordrhein-Westfalen gemäß EG-Wasser-Rahmen-Richtlinie

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